Das Museum - Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg

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Was Sie bei uns sehen und erleben



Eine Besonderheit unseres Museums ist sein täglich angebotenes, umfangreiches  museumspädagogisches Programm, zu dem Sternwartenführungen, spezielle Programme für die ganze Familie und populärwissenschaftliche Kurzvorträge gehören. Sie können unser tägliches Angebot  nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten wahrnehmen, beispielsweise um Arbeitstreffen, Freizeiten, Familien- und Firmenfeiern oder Kindergeburtstagen eine besondere Note zu verleihen. Wir halten Kurzvorträge zu interessanten und aktuellen Themen bereit, bieten Programme, von denen einige auch für Kinder im Vorschul- und Unterstufenalter geeignet sind, erklären Bau und Funktion astronomischer Fernrohre und lassen mithilfe moderner Rechen- und Projektionstechnik Raumfahrten und physikalische Vorgänge im Weltall erleben. Für Schulklassen und Kindergartengruppen bieten wir spezielle Programme an.


Im Museum ist Interessantes über Himmel und Erde zu erfahren und zu erleben. Bildtafeln informieren über Gestalt und Ursprung unseres Sonnensystems, des Milchstraßensystems und den Bau der Welt im Großen. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich Meteorite, ein mehr als 200 Jahre altes Linsenfernrohr aus der Werkstatt des berühmten Optikers Joseph Fraunhofer, eindrucksvolle Pendeluhren, Astrokameras und astronomische Messinstrumente aus den vergangenen zwei Jahrhunderten. Ein Teil des Museums ist der Geschichte der Sternwarte Sonneberg und dem Lebenswerk ihres Gründers Cuno Hoffmeister gewidmet. Neben zeitgeschichtlichen Dokumenten und einer Auswahl Sonneberger Publikationen sind Hoffmeisters erstes astronomisches Fernrohr und Erinnerungsstücke seiner Forschungsreisen zu sehen. Freihandexperimente und eine Malecke für unsere ganz jungen Besucher runden unser Angebot ab.






Prof. Dr. Cuno Hoffmeister (1892-1968). Der Gründer und langjährige Direktor der Sternwarte Sonneberg zählt zu den bedeutendsten Astronomen der Geschichte seiner Wissenschaft und gilt bis heute als der erfolgreichste Entdecker von sog. veränderlichen Sternen. Hoffmeister hatte fast 10 000 dieser seltenen und für das Verständnis des Weltalls so bedeutenden Sterne entdeckt und gemeinsam mit seinen Mitarbeitern erforscht. Durch die Arbeiten Hoffmeisters und seiner Mitarbeiter galt die Sternwarte Sonneberg lange Zeit als ein Weltzentrum der internationalen Veränderlichenforschung.  




Ausschnitt einer Sonneberger Himmelsaufnahme aus dem Jahre 1943. Diese Negativdarstellung zeigte eine Region im Sternbild Adler, die Kästchen sind von Cuno Hoffmeisters Hand und markieren Regionen, in denen er veränderliche Sterne entdeckt hatte. Weiteres zum Informationsgehalt der Himmelsfotografien erfahren Sie hier





Blick in die Sonneberger Plattensammlung. Im Interesse des Erhalts der 300 000 empfindliche Fotoplatten umfassenden weltweit zweitgrößten astronomischen Datensammlung kann sie von Besuchern leider nicht besichtigt werden. Inzwischen sind die meisten Himmelsaufnahmen durch die Firma 4 pi Systeme Sonneberg digitalisiert und so in ein modernes, computerles- und -auswertbares Format übertragen. Wir dürfen gespannt sein, welche Entdeckungen mit diesem umfangreichen Datenmaterial künftig gelingen werden!   





Blick in einen Raum der Dauerausstellung: Hier können Sie u.a. früher auf der Sternwarte eingesetzte Himmelskameras und Auswertungsgeräte besichtigen. Zudem erfahren Sie Interessantes über das berühmte Sonneberger Astroplattenarchiv. Es ist mit 300 000 Himmelsaufnahmen das weltweit zweitgrößte seiner Art und birgt aus inzwischen fast 90 Beobachtungsjahren eine unvorstellbar große Menge an wissenschaftlichen Informationen, die für die moderne astrophysikalische Forschung von großem Wert sind.   










 

Botschafter aus dem All: Fragment eines Nickel-Eisen-Meteoriten.


Das Astronomiemuseum wird von Angestellten des Vereins "Freunde der Sternwarte Sonneberg e.V." im ältesten Gebäude der  1925 gegründeten Sternwarte Sonneberg betrieben. Die heutige Betreiberfirma der Sternwarte, die 4 pi Systeme - Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH, stellt dem Verein das Museumsgebäude und weitere Einrichtungen im Sternwartengelände dankenswerterweise für die Öffentlichkeitsarbeit kostenlos zur Verfügung.

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