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Pressespiegel > 2008
Besuch von der Uni Kiew
Deutsch-Studentinnen weilten in Sonneberg
von Roland Wozniak, erschienen im "Freien Wort" am 10. 5. 2008
Eine Gruppe Deutsch-Studentinnen der Universität Kiew weilte jüngst in Sonneberg. Organisiert wurde ihr Bildungsaufenthalt in Privatinitiative einer Sonnebergerin in Zusammenarbeit mit dem SI Club Coburg-Lichtenfels. Die Clubschwester von Soroptimist, die nicht ins Rampenlicht treten möchte, erklärte die Clubphilosophie: "Neben Zielen von ethischem Wert setzt sich SI für die Menschenrechte ein, insbesondere für die Stellung der Frau, pflegt Freundschaft und Zusammengehörigkeit, Hilfsbereitschaft und menschliches Verstehen. Gemeinsam werden internationale und nationale soziale Projekte unterstützt."
Die Studentinnen lernten in den zwei Wochen das Alltagsleben und soziale Strukturen kennen. So arbeiteten sie einen Tag in der Kleiderkammer mit, verbrachten einen Tag im Altenheim und besuchten die Landtagsabgeordnete Beate Meißner.
Dienstagabend nutzten sie die letzten Sonnenstrahlen, um beim Besuch der Sternwarte die Abendsonne im Teleskop zu beobachten. Thomas Weber erklärte, dass sich die Sonne nur indirekt durch die Projektion auf eine Scheibe beobachten lässt. Beim direkten Beobachten der Sonne durch ein Fernrohr würde es zu irreparablen Schäden am Auge kommen, erklärte der Leiter des Astronomiemuseums. Demonstriert wurde die Beobachtung am 90 Jahre alten Fernrohr, durch welches schon Cuno Hoffmeister, Begründer der Sternwarte, blickte. Besonderes Interesse bei den Gästen weckte auch jene alte Uhrwerksmechanik, die es ermöglicht, das Fernrohr automatisch der scheinbaren Bewegung der Himmelskörper folgen zu lassen. "Das erinnert so ein bisschen an den Physikunterricht", sagt Julia Kotko. Weiter meint die Studentin: "Du verstehst, dass du nicht allein in der Welt bist."